Der heilige Augenblick - Übe dich im Gegenwärtig sein!

Der Heilige Augenblick - Übe dich im Gegenwärtig sein

Viele haben bereits, den ein oder anderen heiligen Augenblick erlebt. Doch keiner weiß so wirklich genau was er ist. Den Schülern von Ein Kurs in Wundern sollte er zumindest schon mal ein Begriff sein, da Jesus des öfteren diesen Begriff zitiert. Schauen wir uns diesen Moment, das Gegenwärtig sein doch einmal genauer an. Ich werde versuchen nicht zu sehr mit den Begriffen aus dem Kurs um mich zu werfen, damit auch Du, ein leichtes Verständnis für diesen heiligen Moment entwickeln kannst.

Was ist der heilige Augenblick?

Die Gegenwart Gottes ist der Moment wo dir auffällt, das es noch eine andere Instanz gibt, die dich führen kann. In diesem Moment, dem gegenwärtig sein, treffen wir die bewusste Entscheidung, uns gegen das Ego (gegen alle Angst) zu entscheiden, und schaffen Raum für den heiligen Geist und die Gegenwart der reinen Liebe. Mit unserer bewussten Entscheidung schaffen wir es in einen gegenwärtigen Moment.

Die Vergangenheit, die Zukunft fällt von uns ab, alle Angst und Groll verschwindet. Wir sind frei! Gegenwärtig sein hat immer inneren Frieden zur Folge. Damit meine ich aber nicht, was viele als „in der Balance sein“ empfinden. Der wirkliche Frieden lässt sich nicht von unseren Emotionen und Gedanken beeindrucken.

In ein Kurs in Wundern spricht Jesus/der Heilige Geist davon, diesen wunderbaren Moment zu üben und auszudehnen. Das Gleiche, eben nur mit ganz anderen Worten macht Eckhart Tolle in seinem Buch – Jetzt! Die Macht der Gegenwart klar. In der Gegenwart beginnt die Ewigkeit. Das ist im ersten Moment vielleicht schwer nachzuvollziehen. Sobald du diese Erfahrung machen kannst, wirst du es verstehen.

Im JETZT lösen sich Vergangenheit und Zukunft auf. Sie sind ein Ausdruck von Zeit, die in der Gegenwart Gottes verschwinden. Alles löst sich in dem Moment auf, was nicht der einen Wahrheit entspricht. Dann kehrt Frieden ein und Liebe dehnt sich aus, so dass Heilung, wo immer sie Willkommen ist, geschehen kann. Im Hier und Jetzt zu leben und frei von deinem Ego-Verstand sein ist das größte Geschenk, was Du dir selbst machen kannst. Viele empfinden diesen Zustand, als einen Zustand der Gnade, weil er die totale Befreiung ist.

Ich würde dir gerne in Worten beschreiben, wie es ist, vollkommen im Jetzt zu sein. Dazu fehlen mir einfach die Worte, aber wenn Du selbst diese Erfahrung machen darfst, wirst du sofort verstehen, warum Worte das nicht ausdrücken können. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, wenn Du mehr Erfahrungen mit Gott sammeln möchtest, übe dich darin, den Heiligen Moment zu erfahren und auszudehnen.

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Was dich vom heiligen Augenblick abhält

Um diesen Moment mehr und mehr ausnutzen so können, braucht es Veränderung im Geist. Dein spirituelles Erwachen ist ebenso davon abhängig. Lass uns erst mal über das sprechen, was uns daran hindert aus dem JETZT zu agieren. Es geht um einen Wechsel in deinen Gedanken. Du und ich, wir denken am Tag abertausende Gedanken, wobei ein Großteil dieser Gedanken davon handelt, wie wir über Andere, die Welt und uns selber denken. Meistens sind es angstvolle Gedanken, die wir zwar nicht als diese erkennen, trotzdem täglich in jeder Sekunde auf unbewusster Ebene nutzen.

Ein Kurs in Wundern beschreibt diese Gedanken, als falschgesinnte Gedanken. Falschgesinnt deshalb, wenn wir diese Gedanken genauer betrachten, finden wir immer im Hintergrund eine Motivation aus Angst, die zum Beispiel zu solchen Gedankengängen führt:

  • Mein Leben ist nichts wert.
  • Womit habe ich es überhaupt verdient zu leben.
  • Ich habe keine Liebe verdient.
  • Der Typ auf der anderen Straßenseite sieht wie ein Vollhong aus.
  • Meine Nachbarn vermiesen mir mit ihrer Art und Weise mein Leben.

Wenn wir die 5 Aussagen mal genauer betrachten, finden wir Angst und Schuld wieder. Alles was Du denkst, ganz gleich wie gut oder schlecht diese Gedanken auch immer sein mögen, wir projizieren sie nach Außen, sodass uns das vorher gedachte in der Zukunft erreichen wird.

So wie Du heute denkst, wirst du morgen sein.

Wenn du schlecht über dich denkst, schadest du Dir. Denkst du schlecht über Andere, schadest du dir genauso. In beiden Fällen wird das, was Du gedacht hast, zu deiner Zukunft werden.

Falschgesinnte Gedanken, sind die Gedanken, die keine Liebe enthalten. Sie drehen sich um Verurteilung, Rache, Angriff und Schuldverschiebungen. Wenn ich nicht schuld sein kann, ist es ein Anderer! ;-) Solche Gedankengänge führen dazu, dass du dich immer weiter von dir Selbst und Anderen entfernst. Schätzt Du es wert, solche Gedankengänge zu pflegen, wird die Entfernung zu Gott, dem heiligen Augenblick immer größer.

Was Dich dem JETZT, bzw. dem gegenwärtig sein näher bringt sind rechtgesinnte Gedanken. Sie sind das völlige Gegenteil. Diese Gedanken sind einzig und allein durch Liebe inspiriert. Sie haben keinen verurteilenden Charakter. Liebe, Freude und Glück ist das Einzige, was du mit Anderen teilen oder ausdehnen kannst, genauso wie den heiligen Augenblick, er dehnt sich durch dich zu Anderen aus. Investiere in liebevolle Gedanken in deinem Leben.

Das bringt dich dem heiligen Augenblick näher

Sich für den heiligen Augenblick zu entscheiden, ist vom Prinzip her total einfach. Wie bei allem im Leben, gibt es auch hier einen Haken. Hier greift das gleich Prinzip, wie beim vergeben. Wenn Chaos über uns herein bricht oder wir schwierige Zeiten überstehen zu haben, ist kaum einer in der Lage sich daran zu erinnern, zu vergeben, oder dem heiligen Geist die Situation in die Hand zu geben, geschweige denn, vom völligen Krieg in uns in einer anderen Sekunde zum inneren Frieden zu wechseln.

Wechsel aus deinem jetzigen Gedanken-Gefängnis in den heiligen Augenblick

Dazu brauchen wir Übung. Jede Menge Übung! Es ist quasi genau so, als wolltest du Gitarre spielen lernen. Gute Gitarristen üben jeden Tag um besser zu werden. Genauso, ist es wenn du in der Spiritualität leben voran kommen willst. Wir müssen uns immer und immer wieder für sie entscheiden. Dazu gebe ich ein kurzes Beispiel:

Ich bin katholisch erzogen worden. Zufällig war ich immer an Gott interessiert, bzw. auf der Suche nach Gott. Nur konnte ich mit der Religion rein gar nichts anfangen, weil vieles was die Kirche lehrt einfach nicht von Gott sein kann. Mittlerweile bin ich jenseits der 40 und ich überlege immer noch ob ich an Karfreitag kein Fleisch essen sollte. Es ist zwar nur noch ein kleines Gedankenspiel, aber dennoch vorhanden.

Um die Gedanken im Geist liebevoller werden zu lassen braucht es Zeit. Manche Muster (Glaubenssätze) sitzen so tief, dass es einfach mehr braucht, als ein bisschen hier von und ein bisschen davon. Es geht um die tiefe Heilung von Angst. Das ist es was zwischen dir und Gott steht. Nichts Anderes, es ist nur die Angst in deinem Geist. Nun möchte ich dir zeigen, was wirklich hilfreich ist um auch in den Genuss des heiligen Augenblicks zu kommen:

1. Vergebung durch Verurteilung ersetzen

Vergebung ist das einzige Werkzeug, was dich wirklich von Angst und Schuldgefühlen befreien kann. Um kurz zu erklären was Vergebung ist, geht es beim vergeben um das Übersehen von Fehlern. Ich versuche mal eben ein kleines Beispiel dazu, zu geben:

Du wirst ständig enttäuscht, weil du bestimmte Vorstellungen deinem Partner, Freunden Arbeitskollegen oder zu deinen Angestellten gegenüber hast. Der Haken hier bei ist, du wirst angriffslustig oder wütend, weil etwas bestimmtes nicht erfüllt wurde. Nicht das, was nicht erledigt wurde oder deine Freunde bringen dich in Aggressionen und Enttäuschung, sondern deine jetzigen Erwartungen, gepaart mit Erinnerungen aus früheren Erfahrungen führen dich im schlimmsten Fall in einen Konflikt, den keiner braucht.

Die fortgeschrittene Vergebung geht so: Zu Vergeben bedeutet auf nichts was sich in deiner Wahrnehmung abspielt auch nur ansatzweise zu reagieren. Weder dein Partner, Freunde und Arbeitskollegen sind Schuld an der jetzigen Situation, genauso wenig wie Du. Du siehst vollständig über alle Fehler hinweg. Auf beiden Seiten natürlich.

Vergisst Du etwas, so wird sich die jetzige Situation wiederholen, bis die Vergebung vollständig ist. Das Vergebung funktioniert erkennst Du am inneren Frieden. Hast du keinen Frieden, so machst du Fehler beim vergeben oder du bist einem großen Thema auf der Spur. In solchen Fällen nicht pausieren, sondern einfach weiter machen.

Um dem heiligen Augenblick näher zu kommen ersetze langsam und Stück für Stück deine ständigen Verurteilungen durch Vergebung. Auch wenn es Dir vielleicht nicht klar ist. Verurteilung ist immer ein Angriff auf sich selbst. Auch wenn Du versuchst den Anderen anzugreifen. Ihr teilt den gleichen Geist. Ihr seid nicht getrennt voneinander! Wünscht Du jemanden die Pest an den Hals, wird es genau dich erreichen.

Sprenge jetzt die Ketten der Zeit und lerne gegenwärtig zu sein

2. Trainiere Gegenwärtigkeit

Dazu möchte ich dir eine einfache Übung schenken. Setze dich dazu hin und bringe dich in eine meditative Haltung: Fokussiere deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem und lausche. Falls dich irgendwelche Gedanken aus den Fokus bringen, fokussiere dich neu. Übe es. Der Anfang wird sehr kurz sein. Doch mit der Zeit kannst du den heiligen Moment immer weiter ausdehnen.

3. Meditation nutzen

Um deinen Geist ruhig zu halten, ist Meditation ein wunderbares Tool. Werde achtsamer und gelassener dem Leben und dir selbst gegenüber. Nutze dazu geführte Meditationen oder lerne zu Meditieren. Hier findest du meine persönliche Meditationsanleitung.

Es ist allerdings auch Vorsicht geboten. Wenn du aus dem Grund meditierst, um vielleicht bestimmte Situationen unter Kontrolle zu halten, ist Meditation kein guter Ratgeber. Heilung, Veränderungen, innerer Frieden, Glück oder Liebe können erst in unser Leben treten, wenn wir stückchenweise Alles freigeben, was zu unseren Problemen geworden ist. Erst dann sind wir bereit ins JETZT zu treten, da vorher der Ego-Verstand alles mögliche unternehmen wird, dich vom heiligen Augenblick fernzuhalten.

Es braucht deinen Willen für den heiligen Augenblick

Wunder erleben ist ein Zeichen dafür, dass du dich auf dem richtigen Weg befindest. Der Weg zum vollkommenen Gegenwärtig sein, erfordert jede Menge Geduld und Disziplin diesen Weg gehen zu wollen. Du wirst dich in ständigen Prüfungen befinden. Nicht weil Gott dich etwa prüfen will, ob du bereit für den Himmel bist. Es ist eine beständige Prüfung, weil das EGO, dir das blaue vom Himmel erzählen wird, damit du wieder in das System von Angst und Schuld fällst, raus aus dem heiligen Augenblick, in das Gedanken Chaos der Zeit einlässt, damit das EGO sein fortbestehen sichern kann.

© 2007 - 2021 Christian Haß